Seine Füsse spürten den polternden Takt des alten Dieselmotors, während er in Gedanken versunken die vernebelte Sicht voraus durchforschte. Sollten die Fehlzündungen wiederkommen, würde er es augenblicklich merken. Aber würde direkt voraus das Ende der Welt unerwartet seinen gähnenden Schlund auftun, wären sie schon verloren.
Der rote Bug stach durch die wankende, taumelnde See, rostzerfressen und müde, während sich über der Bordkante, hinter dem Geländerband in dichter Reihe Mäste und Führerstand türmten. Aus dem breiten Fenster starrte ein dunkles Augenpaar durch die Linsenanordnung eines Fernglases in die Undurchdringlichkeit des Bermuda-Dreiecks direkt voraus. Er bemerkte seinen Mechaniker an der Bugspitze.
Plötzlich stieß vor der Nebelwand eine riesige Silhouette aus dem Wasser. Es schoß in einem einzigen, mächtigen Bogen über den Bug hinweg. Sein Körper war lila-orange verwelkt. Wasserfontänen sprangen mit empor. Überall sproßen phosphorbewehrte Lichtfühler aus seiner Maulregion, in dessen gigantisch grinsender Breite sich eine einzelne Reihe gezackter Zähne aufgestellt hatte. Aus trüblich gelb glimmenden Augen strahlte pure Bosheit, während er in der Luft für einen Augenblick zu verharren schien, um anschließend den spritzenden und aufpeitschenden Fluten entgegenzurauschen. Der finnenbewehrte Fisch bog seinen Schwanz hinab und tauchte mit dem Kopf voraus in die dampfende Wasserwut ein und verschwand.
Ebenso plötzlich beruhigte sich das Meer wieder. Der Dieselmotor tuckerte sanft wie zuvor, nur das Schiff schaukelte im angefressenen metallischen Glanz leicht auf und ab, als es durch die nachschwappenden Wellen stach.
Vom Mechaniker fehlte jede Spur.